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Einleitung, Inhaltsangabe, Charakterisierung und Schluss? Hilfe?

Frage von : Einleitung, Inhaltsangabe, Charakterisierung und Schluss? Hilfe?
Hallo Leute

Ich habe ein sehr großen Problem. Auf die kommende Woche schreibe ich eine Deutsch Arbeit und habe großes Problem mit der: Einleitung, Inhaltsangabe, Charakterisierung und Schluss. Ich habe mehrmals gemacht jedoch klappt bei mir nicht sehr gut. Ich versuche nun diese Kurzgeschichte zu machen:

Reiner Kunze: Fünfzehn

Sie trägt einen Rock, den kann man nicht beschreiben, denn schon ein einziges Wort wäre zu lang. Ihr Schal dagegen ähnelt einer Doppelschleppe: lässig um den Hals geworfen, fällt er in ganzer Breite über Schienbein und Wade. (Am liebsten hätte sie einen Schal, an dem mindestens drei Großmütter zweieinhalb Jahre gestrickt haben – eine Art Niagara-Fall aus Wolle. Ich glaube, von einem solchen Schal würde sie behaupten, daß er genau ihrem Lebensgefühl entspricht. Doch wer hat vor zweieinhalb Jahren wissen können, daß solche Schals heute Mode sein würden.) Zum Schal trägt sie Tennisschuhe, auf denen sich jeder ihrer Freunde und jede ihrer Freundinnen unterschrieben haben. Sie ist fünfzehn Jahre alt und gibt nichts auf die Meinung uralter Leute – das sind alle Leute über dreißig.
Könnte einer von ihnen sie verstehen, selbst wenn er sich bemühen würde? Ich bin über dreißig.
Wenn sie Musik hört, vibrieren noch im übernächsten Zimmer die Türfüllun¬gen. Ich weiß, diese Lautstärke bedeutet für sie Lustgewinn. Teilbefriedigung ihres Bedürfnisses nach Protest. Überschallverdrängung unangenehmer logi¬scher Schlüsse. Trance. Dennoch ertappe ich mich immer wieder bei einer Kurzschlußreaktion: ich spüre plötzlich den Drang in mir, sie zu bitten, das -Radio leiser zu stellen. Wie also könnte ich sie verstehen – bei diesem Nerven¬system?
Noch hinderlicher ist die Neigung, allzu hochragende Gedanken erden zu wollen.
Auf den Möbeln ihres Zimmers flockt der Staub. Unter ihrem Bett wallt er. Dazwischen liegen Haarklemmen, ein Taschenspiegel, Knautschlacklederreste, Schnellhefter, Apfelstiele, ein Plastikbeutel mit der Aufschrift ,,Der Duft der großen weiten Welt“, angelesene und übereinandergestülpte Bücher (Hesse, Karl May, Hölderlin), Jeans mit in sich gekehrten Hosenbeinen, halb- und dreiviertel gewendete Pullover, Strumpfhosen, Nylon und benutzte Taschen¬tücher. (Die Ausläufer dieser Hügellandschaft erstrecken sich bis ins Bad und in die Küche.) Ich weiß: Sie will sich nicht den Nichtigkeiten des Lebens ausliefern. Sie fürchtet die Einengung des Blicks, des Geistes. Sie fürchtet die Abstumpfung der Seele durch Wiederholung! Außerdem wägt sie die Tätig¬keiten gegeneinander ab nach dem Maß an Unlustgefühlen, das mit ihnen ver¬bunden sein könnte, und betrachtet es als Ausdruck persönlicher Freiheit, die unlustintensiveren zu ignorieren. Doch nicht nur, daß ich ab und zu heimlich ihr Zimmer wische, um ihre Mutter vor Herzkrämpfen zu bewahren, – ich muß mich auch der Versuchung erwehren, diese Nichtigkeiten ins Blickfeld zu rücken und auf die Ausbildung innerer Zwänge hinzuwirken.
Einmal bin ich dieser Versuchung erlegen.
Sie ekelt sich schrecklich vor Spinnen. Also sage ich: ,,Unter deinem Bett waren zwei Spinnennester.“
Ihre mit lila Augentusche nachgedunkelten Lider verschwanden hinter den her¬vortretenden Augäpfeln, und sie begann ,,Iix! Ääx! Uh!“ zu rufen, so daß ihre Englischlehrerin, wäre sie zugegen gewesen, von soviel Kehlkopfknacklauten – englisch ,,glottal stops“ – ohnmächtig geworden wäre. ,,Und warum bauen die ihre Nester gerade bei mir unterm Bett?“
,,Dort werden sie nicht oft gestört.“ Direkter wollte ich nicht werden, und sie ist intelligent.
Am Abend hatte sie ihr inneres Gleichgewicht wiedergewonnen. Im Bett liegend, machte sie einen fast überlegenen Eindruck. Ihre Hausschuhe standen auf dem Klavier. ,,Die stelle ich jetzt immer dorthin“, sagt sie. ,,Damit keine Spinnen hineinkriechen können.“

1. Wie stellt ihr euch diesen Vater als Erzieher vor?
2. Stellt euch vor, der Erzähler hätte die Schlußepisode mit den Spinnen weggelassen.

Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen wie man sowas schreiben kann… Bin sehr sehr sehr Dankbar… es ist mir verdammt wichtig.

Danke schon mal im Voraus
Leute ich bin sehr Dankbar das ihr mir geantwortet habt :) 1+
Aber ich muss eine Einleitung , Inhaltsangabe, Charakterisierung und Schluss schreiben und mir fehlt es schwer auf…

Ich freue mich auf weitere Hilfen :)

Beste Antwort:

Answer by hatschepsut♥☼
lass doch die Spinnen ..die tun dir doch nicht`s… aber nein sie quetschte sie mit ihrem Taschentuch zu Brei… iiiiiihhh gittt .. das Taschentuch steckte sie samt der toten Spinne in ihre Hosentasche..

Ich sage dir vergessen hat diese Spinne ihr das nie… denn beim herausfallen des Taschentuchs ist mir das Tuch gleich in die Hand gefallen..

Beim Abendessen das ich ihr zubereitete habe ich das Taschentuch etwas in die Pfanne geschüttelt um ihr dann später das Abendessen zu servieren..

Sie meinte hmm gut da kriegt man ja gleich Appetit … na ja ich hatte heute auch ein Spinnenerlebnis… und ich mußte mitansehen wie eine witzig kleine Spinne getötet wurde.. das tat mir dann in der Seele weh..

ich habe nur aus Wut..eine Geschichte erfunden… den das hier hat mich so sehr inspiriert .. es zu tun.. in Wirklichkeit kann ich so etwas nicht..

darum liebe ich Geschichten schreiben … aber die Spinne weglassen würde ich auf gar keinen Fall… ich würde sie eher ein bisschen umschreiben,..aber sonst sehr gut.. ich war gefesselt davon ^^

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. 23 Jan 12 | Strumpfhosen welt

Kommentare

  1. schäqq flying deep inside a ride | 23.01.2012 um 05:10

    Was möchtest du da jetzt genau wissen? Sollen wir dir die zwei Fragen beantworten oder dir doch lieber eine Einleitung, eine Inhaltsangabe, eine Charakterisierung und “Schluss” schreiben?

    Nebenbei bemerkt würde ich an deiner Stelle an deiner Ausdrucksweise arbeiten …

    “Ich habe ein sehr großes (!) Problem. (Am besten weglassen, da im nächsten Satz wieder vorhanden, also Wiederholung). In der kommenden (!) Woche werde (!) ich eine Deutscharbeit (!) schreiben (!) und habe immer noch große Probleme (!) mit dem Verfassen (!) der Einleitung, der Inhaltsangabe, der Charakterisierung und dem Schluss. (!) Ich habe es schon mehrmals versucht, (!) jedoch war das Ergebnis bis jetzt nicht sehr befriedigend (!). Ich versuche nun mich dieser Kurzgeschichte zu widmen. (!)”

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  2. Melishe | 23.01.2012 um 06:00

    1. Der Vater ist als Erzieher davon überzeugt, dass man Jugendlichen keine Befehle geben soll, sondern dass diese sich nur dann wirklich ändern werden, wenn sie selbst erkennen, dass ihr Verhalten negative Folgen für sie haben kann. Deshalb befiehlt er seiner Tochter nicht, ihr Zimmer aufzuräumen, sondern versucht er seiner Tochter zu suggerieren, dass sie wegen ihrer extremen Schlamperei auf Spinnennester stoßen könnte, und hofft, dass sie wegen ihres Ekels vor Spinnen häufiger aufräumt. Er lässt seiner Tochter sehr viel Freiraum und steht ihr mit einiger Toleranz, aber auch Ironie gegenüber. Das erkennt man zum Beispiel an der Schilderung der Länge des Rocks. Insgesamt kann man sagen, dass er eigentlich seine Tochter bestenfalls durch Vorbildwirkung erzieht, aber nicht durch Anweisungen, Grenzen, Aufforderungen. Gleichzeitig scheint er seine Tochter aber nicht zu ignorieren, sondern widmet ihr einige Zeit und Aufmerksamkeit. Dies erkennt man an seinem Wissen über seine Tochter, aber auch daran, dass er ihr Zimmer aufräumt. Man könnte deshalb vermuten, dass der Vater sowohl ein “neuer Vater”, also einer, der es als Aufgabe ansieht, wirklich präsent im Leben seiner Kinder zu sein, ist, dass er aber auch einen antiautoritären oder laissez-faire-Erziehungsstil bevorzugt.

    2. Der Schluss der Erzählung ist extrem wichtig, weil er einerseits zeigt, dass der Erziehungsstil des Vaters Erfolg gehabt hat: Die Tochter ist fähig, eigenständig Probleme zu lösen. Gleichzeitig zeigt er auf, dass eigenständige Lösungen eben nicht immer im Sinne des Erziehenden sind und dass Manipulation in der Erziehung nicht immer das gewünschte Ergebnis bringt. Denn der Vater möchte seine Tochter ja dazu bringen, aufzuräumen, stattdessen bringt sie nur ihre Schuhe in Sicherheit, indem sie sie abstellt, wo sie noch weniger hingehören. Der Schluss ist auch für die Kurzgeschichte sehr wichtig, weil sie eine plötzliche, unerwartete Wende enthält, sie macht die Kurzgeschichte erst richtig witzig.

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